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Projekt

Stärkung des gegenseitigen Vertrauens, insbesondere durch die Förderung von Maßnahmen im Zusammenhang mit Projekten zur Vernetzung von Menschen

Rendezvous extended: TRYST
Das Projekt befasst sich mit der gemeinsamen Herausforderung, gegenseitiges Verständnis und Zusammenarbeit in der Grenzregion zu fördern. Es nutzt Kunst als Mittel, um sensible gesellschaftliche Themen auf innovative und provokative Weise zu behandeln. Im Programmgebiet besteht eine Kluft zwischen städtischen und ländlichen Räumen, in denen marginalisierte Gruppen häufig stärkerer Diskriminierung und sozialer Isolation ausgesetzt sind. Darüber hinaus ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen kulturellen Institutionen begrenzt, was die Verbreitung innovativer Praktiken und die Schaffung neuer Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Kunst und Kultur erschwert.

Durch die Einbindung zeitgenössischer künstlerischer Praktiken wie Performances, multimedialer Werke, Skulpturen und Malerei überschreiten wir klassische Ausstellungsformate und fördern die aktive Beteiligung des Publikums.

Das Projekt basiert auf der Umsetzung einer gemeinsamen Ausstellung, die in Zusammenarbeit von Künstlern aus Slowenien und Österreich vorbereitet wird und in der sie ihre künstlerischen Praktiken und Ansätze zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Herausforderungen verbinden. Durch ihre Arbeiten werden die Künstler die Grenzen zwischen Wissenschaft, gesellschaftlichen Stereotypen und künstlerischem Ausdruck erforschen und so ein einzigartiges künstlerisches Erlebnis für die Besucher schaffen.

Damit eröffnet das Projekt ein neues Kapitel in der grenzüberschreitenden künstlerischen Produktion und trägt zu einem besseren Verständnis komplexer gesellschaftlicher Fragestellungen bei, die beide Länder betreffen.

Allgemeines Projektziel

Das allgemeine Ziel besteht darin, das Bewusstsein für Stereotype zu schärfen und die soziale Inklusion im grenzüberschreitenden Raum zu verbessern, indem der Fokus auf Gruppen gelegt wird, die in der Gesellschaft mehr Akzeptanz und Unterstützung benötigen.

Relevanz und Kontext

→ Das Projekt befasst sich mit wichtigen territorialen Herausforderungen im grenzüberschreitenden Raum Sloweniens und Österreichs, in dem weiterhin gesellschaftliche Spaltungen und Vorurteile gegenüber marginalisierten Gruppen wie LGBTQ+-Gemeinschaften, Migranten, Menschen mit psychischen Erkrankungen und anderen Minderheiten bestehen.
Gemeinsame Herausforderungen
Die Herausforderungen, die das Projekt anspricht, umfassen einen Mangel an interkulturellem Dialog, ein unzureichendes Verständnis marginalisierter Gruppen sowie deren ungleiche Behandlung in sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Kontexten.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit Slowenien – Österreich
Die Erfahrung zeigt, dass zwei Kulturzentren langfristig erfolgreich arbeiten können; dennoch können sie trotz ihrer geografischen Nähe ihre Ergebnisse nicht spontan miteinander teilen oder sie ihrer eigenen sowie der breiteren lokalen Gemeinschaft zugänglich machen. Der Grund dafür ist – neben der nicht unerheblichen Sprachbarriere – das Fehlen persönlicher Beziehungen. Lokale kulturelle Zusammenarbeit in kleinerem Umfang schafft Vertrauen und wirkt als Katalysator für eine breitere regionale und nationale Zusammenarbeit.

Vernetzung und gemeinsame Produktion bilden die Grundlage unseres Programms. Die Projektpartner sind aktiv und leisten einen bedeutenden Beitrag zur kulturellen Produktion sowohl auf nationaler als auch auf lokaler Ebene. In Grenzregionen ermöglicht internationale Zusammenarbeit völlig neue Inhalte und Projekte, die aus zwei Gründen wichtig sind:

– zur Verbindung von Kulturen, die einen gemeinsamen Raum, eine gemeinsame Geschichte, Kulinarik, Grenze und Tradition teilen… Durch die Umsetzung gemeinsamer Produktionen fördern die Partner einen neuen, gemeinsamen Ansatz der Zusammenarbeit im Bereich der intermedialen Kunst, Musik sowie der visuellen Künste und Medien.

– die kulturelle Produktion wird durch internationale Zusammenarbeit professionalisiert und auf ein höheres Niveau gehoben; sie ist nicht mehr nur eine lokale, folkloristische Freizeitaktivität, sondern eröffnet Möglichkeiten für den Eintritt in internationale Märkte.

Ziel und Mission unseres Projekts sind es, die Anzahl gemeinsamer Projekte und Programme zu erhöhen und durch Workshops, Vernetzung, Medienarbeit und Austausch Möglichkeiten für die Schaffung eines gemeinsamen Kunstmarktes und Kooperationen zu eröffnen.

Ohne grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist dies nicht möglich, da wir im lokalen Raum verbleiben, der weder das Wachstum und die Entwicklung einer Institution noch die individuelle Kreativität ermöglicht.

Der Mehrwert für die Partner zeigte sich bereits in der Vorbereitungsphase des Projekts, da wir die Organisation und Struktur der Partnerinstitutionen kennenlernen konnten. Für Teilnehmende und Künstler besteht der Mehrwert in einer erhöhten Anzahl internationaler Kontakte in ihrem Tätigkeitsfeld, besseren Möglichkeiten zum Verkauf von Urheberrechten und Kunstwerken sowie erweiterten Chancen für Auftritte und Präsentationen im Ausland.

Zielgruppen

Interessensgruppen, einschließlich Nichtregierungsorganisationen

Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in Slowenien und Österreich spielen eine wichtige Rolle bei der Bewältigung von Themen wie Marginalisierung, Menschenrechten, Gleichstellung von LGBTQ+-Personen, psychischer Gesundheit und sozialer Ausgrenzung. Das Projekt ermöglicht eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen NGOs in diesen Bereichen und schafft eine neue Plattform für den Austausch von Wissen, Praktiken und Erfahrungen auf beiden Seiten der Grenze. Die Zusammenarbeit mit Künstlern und kulturellen Institutionen hilft NGOs dabei, innovative Ansätze zur Ansprache marginalisierter Gruppen durch Kunst und kulturelle Veranstaltungen zu entwickeln.

Die Zusammenarbeit der NGOs wird entscheidend für die Verbreitung der Projektergebnisse sein, da sie die Zielgruppen, mit denen sie bereits arbeiten, direkt einbeziehen können. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ermöglicht es, gemeinsame gesellschaftliche Herausforderungen in beiden Ländern anzugehen und Lösungen zu entwickeln, die auf Erfahrungen eines Landes basieren und erfolgreich auf das andere übertragen werden können.

Anderes

Die Partner werden juristische Personen von beiden Seiten der Grenze in die Umsetzung des Projekts einbinden, wodurch die Zusammenarbeit nachhaltig wird und über den Kulturbereich hinaus auch Tourismus, die Entwicklung neuer Produkte sowie zahlreiche weitere Formen des zwischenmenschlichen Austauschs umfasst.

Grenzüberschreitende juristische Personen wie Kulturvereine, Jugendzentren, Kulturzentren, Verlage und Musikproduzenten werden zu unseren Veranstaltungen zum interaktiven Networking eingeladen. Wir sind überzeugt, dass daraus in naher Zukunft äußerst positive Projekte entstehen können.

Die Partner gehören zu den ersten grenzüberschreitenden juristischen Personen, die sich zur gemeinsamen Umsetzung eines Projekts auf beiden Seiten der Grenze zusammenschließen.

Breite Öffentlichkeit

Die breite Öffentlichkeit hat großes Potenzial, durch Sensibilisierung und Bildung zu Marginalisierung gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken. Die Ausstellung und begleitenden Veranstaltungen werden so konzipiert, dass sie ein breites Publikum aus beiden Ländern ansprechen. Durch den Einsatz von Kunst können Besucher Themen wie soziale Vorurteile, Marginalisierung, psychische Gesundheit, LGBTQ+-Rechte und Migration auf eine Weise erkunden, die Reflexion und Empathie fördert.

Die breite Öffentlichkeit wird von einer innovativen künstlerischen Erfahrung profitieren, die die Herausforderungen marginalisierter Gruppen durch Malerei, Skulptur, Fotografie und Performances sichtbar macht.

Künstlerische Veranstaltungen werden so gestaltet, dass sie den Besuchern ein vertieftes Verständnis dieser Themen ermöglichen und sie dazu anregen, über ihre eigenen Vorurteile und ihre Rolle in der Gesellschaft nachzudenken.

Neben künstlerischen Veranstaltungen umfasst das Projekt auch Bildungsworkshops und Rundtischgespräche, bei denen die Öffentlichkeit an Diskussionen mit Künstlern, Experten und NGO-Vertretern teilnehmen kann.

Das Projekt ermöglicht einen breiteren Zugang zu künstlerischen und kulturellen Veranstaltungen und erhöht damit die kulturelle Teilhabe in beiden Ländern. Die Ausstellungen werden so gestaltet, dass sie für verschiedene Zielgruppen zugänglich sind, darunter Jugendliche, ältere Menschen und Minderheiten, was zu mehr Inklusion und Vielfalt im kulturellen Raum beiträgt.

Die Öffentlichkeit wird die Möglichkeit haben, durch Kunst eine größere Sensibilität für marginalisierte Gruppen zu entwickeln und zur Schaffung einer inklusiveren und toleranteren Gesellschaft im grenzüberschreitenden Raum beizutragen.

Projektpartner
Die Partnerschaftsstruktur basiert auf einer engen Zusammenarbeit zweier bedeutender kultureller und künstlerischer Institutionen aus Slowenien und Österreich, die über umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Kunst, gesellschaftliche Themen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit verfügen.

Der Beitrag jedes Partners ist auf seine Erfahrungen, lokalen Netzwerke und seine Fähigkeit zur Mobilisierung der Gemeinschaft abgestimmt, was eine effektive Zielerreichung und nachhaltige Ergebnisse ermöglicht.

Die gemeinsame Zusammenarbeit trägt zum Aufbau nachhaltiger Verbindungen zwischen Institutionen auf beiden Seiten der Grenze bei, was für die langfristige Einbindung marginalisierter Gruppen und die Verbreitung der Projektergebnisse entscheidend ist. Gleichzeitig ermöglicht sie es, lokale Grenzen zu überwinden und eine breitere europäische Dimension zu erreichen sowie einen erweiterten Zugang zu künstlerischen und Bildungsressourcen und den Transfer von Praktiken und Methoden zu gewährleisten.

Dies erhöht die Effizienz und stellt sicher, dass die Ergebnisse in verschiedenen kulturellen und gesellschaftlichen Kontexten angewendet werden können. Durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit ermöglichen die Partner eine Anpassung des Projekts an die spezifischen Bedürfnisse beider Länder und schaffen gleichzeitig breitere europäische Verbindungen, die zur nachhaltigen Entwicklung und Umsetzung des Projekts beitragen.

Die Planung und Umsetzung gemeinsamer Veranstaltungen, die Schaffung neuer Werke sowie kollaborative Prozesse zwischen Künstlern stellen eine neue kreative Tätigkeit dar, die zu einer dauerhaften Arbeitsform wird. Wir vernetzen aktiv Künstler unterschiedlicher Ausdrucksformen und Ästhetiken, um gemeinsam neue, interdisziplinäre Produktionen zu entwickeln.

Koproduktion entsteht als Antwort auf die Herausforderungen, mit denen Kreative und der gesamte Kultursektor konfrontiert sind. Wir erkennen, dass die Produktionsbedingungen oft ähnlich und typisch für Grenzregionen sind – sehen darin jedoch eine Chance. Wir verwandeln Einschränkungen in einen Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer Ideen, Kooperationen und realisierter Projekte.

Durch gemeinsames Handeln erweitern wir die Möglichkeiten zur Sichtbarkeit und Anerkennung künstlerischer Praktiken. Zusammenarbeit bringt größere Öffentlichkeitswirksamkeit mit sich, unterstützt durch positive öffentliche Aufmerksamkeit auch im grenzüberschreitenden Raum, und ermöglicht eine leichtere und natürlichere kreative Etablierung im erweiterten europäischen Kontext. Unser Ziel ist es, ein verbindendes, offenes und nachhaltiges Umfeld für künstlerisches Wachstum und Dialog zu schaffen.

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Schaffung einer nachhaltigen Plattform für künstlerische und gesellschaftliche Zusammenarbeit, in der marginalisierte Gruppen die Möglichkeit haben, aktiv an kulturellen Aktivitäten teilzunehmen und zur Sensibilisierung für Stereotype und Ausgrenzung beizutragen.

Zavod za kulturo Naključje 7
Leitpartner
Der Beitrag von Naključje 7 Maribor zum Projekt umfasst die Organisation und Durchführung einer künstlerischen Veranstaltung in Slowenien, an der Künstler, NGOs und Gemeinschaften von beiden Seiten der Grenze beteiligt sind.

Durch unser bestehendes Partnernetzwerk ermöglichen wir die aktive Einbindung lokaler Gruppen in die Projektaktivitäten und stellen sicher, dass das Projekt einen direkten Einfluss auf die betroffenen Gemeinschaften hat.

Schaumbad - Freies Atelierhaus Graz
Partner

Ihre Rolle im Projekt konzentriert sich auf die Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Künstlern aus Österreich und Slowenien.

Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz ist eine der führenden künstlerischen Institutionen in Graz und vereint ein breites Netzwerk von Künstlern, Kuratoren und Kulturschaffenden.

Artists&Poors
Assoziierter Partner

Artists & Poor’s ist ein Tandem für intermediale Kunst und visuelle Produktion. Es besteht aus Nina Jeza, Kunsthistorikerin und Kuratorin, sowie Petja Janžekovič, Magister der Philosophie.

Sie arbeiten im Bereich der bildenden Kunst und der Intermedia – das bedeutet, dass sie die traditionellen Grenzen der bildenden Kunst (Malerei, Skulptur) überschreiten und verschiedene Medien, Performance und neue Technologien einbeziehen.