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Eine grenzüberschreitende Eröffnung: Zavod Naključje 7 Maribor trifft auf Schaumbad

Am Abend des 9. April 2026 zog die Eröffnung der Ausstellung Werkschau 2026: The New Tradition im Schaumbad - Freies Atelierhaus Graz ein ungewöhnlich internationales Publikum an. Unter den mehr als fünfzig Künstlerinnen, Künstlern und Kulturschaffenden, die sich an diesem Abend versammelten, waren 26 aus Slowenien angereist - als Vertreterinnen und Vertreter der Mariborer Kunstorganisation Zavod Naključje 7 - während auf Grazer Seite mehr als 30 österreichische Teilnehmende anwesend waren, darunter auch Kuratorinnen und Kuratoren aus beiden Ländern. Gemeinsam verwandelten sie das, was eine gewöhnliche Ausstellungseröffnung hätte sein können, in eine lebendige grenzüberschreitende Begegnung.

Die von Miro Schober kuratierte Ausstellung bringt langjährige Mitglieder des Schaumbads mit neueren künstlerischen Stimmen zusammen - in einer Präsentation, die Gemeinschaft, Experiment und das feiert, was die Organisatorinnen und Organisatoren als „spielerisches Ritual“ beschreiben. Vielleicht war es gerade dieser Geist, der den Ton für die Gespräche des Abends vorgab.

Bei Getränken und zwischen frisch gehängten Arbeiten mischten sich die beiden Gemeinschaften ungezwungen - sie tauschten Erfahrungen über Atelierkultur, Residenzmodelle und die besonderen Herausforderungen aus, mit denen künstlerisch geführte Räume in kleineren mitteleuropäischen Städten konfrontiert sind. Auch Kuratorinnen und Kuratoren beider Seiten beteiligten sich an den Gesprächen und gaben ihnen eine gewisse Struktur, ohne dabei die Offenheit zu verlieren, die einen solchen Abend auszeichnet. Die Gespräche bewegten sich von praktischen Fragen der Finanzierung und Programmgestaltung hin zu weiter gefassten Überlegungen darüber, wie ein nachhaltiger künstlerischer Austausch zwischen Maribor und Graz tatsächlich aussehen könnte.

Für Zavod Naključje 7, dessen Arbeit in der Förderung kreativer Gemeinschaft und interdisziplinärer Praxis verwurzelt ist, stellte Schaumbad einen wiedererkennbaren - wenn auch eigenständigen - verwandten Raum dar. Beide Organisationen agieren außerhalb der Logik institutionellen Prestiges und stellen das Atelier, das Kollektiv und das Experiment in den Vordergrund; im Projekt RE:T arbeiten sie nun erstmals zusammen.

An diesem Abend wurde keine formelle Vereinbarung getroffen. Doch da die Werkschau bis zum 23. Mai zu sehen ist - und weitere Veranstaltungen wie kuratorische Führungen am 24. und 25. April, eine Finissage am 23. Mai sowie ein Art Brunch am darauffolgenden Tag geplant sind - bleibt noch Zeit, diese Gespräche zu vertiefen und ihnen vielleicht eine konkretere Form zu geben.

Graz und Maribor liegen weniger als eine Stunde voneinander entfernt. Am Abend des 9. April schien diese Distanz kürzer denn je.